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Christa und Franz Hobiger sind Erdäpfelbauern aus dem Waldviertel. Franz Hobiger hat die Sorte Scheckerl von seinen Großeltern übernommen und baut sie bis heute jedes Jahr am Familienbetrieb neben zahlreichen anderen Kartoffelsorten in geringem Umfang an. Die Familie Hobiger wirtschaftet biologisch – dynamisch. Sie sind die wichtigsten Gewährsleute zu dieser Kartoffelsorte. Schriftliche Aufzeichnungen oder eine historische Sortenbeschreibung liegen nicht vor.

Das Scheckerl wird seit mindestens 80 Jahren im Waldviertel angebaut. Die genaue Herkunft der Sorte ist nicht bekannt. Der Name Scheckerl leitet sich von der Zweifarbigkeit der Schale ab: die Kartoffel ist hellbraun und rund um die Augen rot gefärbt.
Die Sorte ist vorwiegend festkochend bis mehlig, das Fleisch ist hell (fast weiß). Die Reifezeit ist mittel. Das Scheckerl ist eine gut geeignete Sorte für Zubereitung traditioneller Waldviertler Gerichte aus Erdapfelteig (Mohnzelte, Knödel etc…).

Das Scheckerl bringt im Waldviertel relativ sichere Erträge, die Sorte ist insgesamt gesund und nur gering anfällig gegenüber der Krautfäule (Phytophthora infestans). Sie hat eine gute Feldtoleranz gegenüber Viruserkrankungen, das zeigen mehrjähren Beobachtungen am Bio-Betrieb Hobiger.

Das Scheckerl wird im Waldviertel auf insgesamt 3 Betrieben seit mehreren Jahren nachgebaut (in Summe 0,5 ha). Die Sorte wurde mehrfach an andere Betriebe abgegeben (z.b Walter Scharler Steiermark, Gut Bergmühle Weinviertel) und hat so auch außerhalb des Waldviertels eine geringe Verbreitung erfahren.

Eine äußerlich ähnliche Sorte ist Quarta (Synonym Rotaugerl). Quarta reift im Vergleich zum Scheckerl früher.

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