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Historisch belegte Region der Produktion: Waldviertel (heute v.a. im Horner Becken) und das angrenzende Südmähren und Südböhmen.

KURZ: Das Waldstaudekorn (auch Johannisroggen genannt) ist eine überjährige Roggensorte: das junge Getreidegras wurde im Herbst beweidet oder gemäht und im Folgejahr als Korn beerntet. Heute wird es vorwiegend im Waldviertel angebaut, von der Demeter-Anbaugruppe sorgsam gepflegt und u.a. für die Herstellung von herzhaftem Waldstaudekornbrot verwendet.


Das Waldstaudekorn (auch Johannisroggen genannt) wird traditionell an Johanni (24. Juni) angebaut. Fälschlich oft als „Urroggen“ bezeichnet, zählt es zu einer Varietät des Kulturroggens. Die Bezeichnung Staude beruht auf der zweijährigen Nutzung. Als überjähriger Roggen wurde das junge Getreidegras im Herbst beweidet oder gemäht und im Folgejahr als Korn beerntet. Die prägende Namensgebung „Wald“ stammt von der Kulturfolge nach der Brandrodung. Da die Brandrodung in der Regel nur für kleinere Waldbereiche durchgeführt wurde, standen die ersten Johannisroggenpflanzen auf Lichtungen im Wald.

Das Waldstaudekorn wird heute einerseits als Wildweide in Waldgebieten und andererseits wieder vermehrt als Spezialgetreide für die Ernährung angebaut. Im Anbau zeichnet es sich durch Anspruchslosigkeit, hohen Bestockungsgrad, große Wuchshöhe und Kleinkörnigkeit aus. Die Ähren werden von bis über drei Meter hohen Halmen getragen. An den bis zu 20 cm langen Ähren sitzen sehr kleine Körner. Aufgrund der geringen Korngröße ist der Anteil an Kleie und Keimling überproportional hoch. Daher verfügt das Waldstaudekorn über wesentlich mehr wertvolle Vitamine und Mineralstoffe als großkörnige Roggensorten.

Geschmackliche Besonderheit & Verwendung:
Der Geschmack des Waldstaudekorns ist feinwürzig und intensiv. Das Getreide wird zu dunklem, sehr saftigem Brot mit vollem Roggengeschmack, Getreidereis und Nudeln verarbeitet. Sehr gut eignet sich das Mehl auch zur Kuchen- und Gebäckherstellung.

Das Presidio

Besonders im Waldviertel bemüht sich eine Gruppe von ausschließlich biologisch oder biologisch-dynamisch wirtschaftenden Bauern und Bäuerinnen um die Wiederverwendung des raren Waldstaudekorns als herausragendes Lebensmittel. Das Presidio wurde 2016 mit dem Ziel gegründet, die ProduzentInnen in ihrem Vorhaben aktiv zu unterstützen.


Kontakt:
Verein Lebendige Vielfalt
Rainer Deutsch
Merkenbrechts 9, 3800 Merkenbrechts
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.lebendigevielfalt.at

 

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Produzenten:

Martin Allram, 3595 Dietmannsdorf 12

Fritz Angelmayer, Zwettler Straße 34, 3580 Horn

Familie Brenner, 3811 Schönfeld/Wild 31

Andreas Nendwich, 3753 Pernegg 15

Dyk-Mühle, Hauptstraße 26, 3820 Raabs/Thaya