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Historisch belegte Region der Produktion: Oberkärnten

KURZ: Der Talggen ist ein traditionsreiches Gericht aus Oberkärnten, das heute vorwiegend für den Eigenbedarf hergestellt wird: Dazu wird zunächst gedämpftes Getreide (z.B: Roggen, Dinkel, Hafer oder Weizen) gedarrt, anschließend vermahlen und schließlich mit heißem Wasser und Butter und / oder Zucker zu einem reichhaltigen, festen Brei gerührt.

Der Talggen war in Oberkärnten, genauer in der Region um Spittal/Drau und im Nockgebiet, über viele Jahrhunderte Bestandteil der bäuerlichen Kost. Seine historischen Wurzeln werden im Frühmittelalter vermutet, die Bezeichnung dürfte slawischer Herkunft sein (talkuna = Hafermehl).

Beim Talggen handelt es sich um gedämpftes Getreide, das - traditionell in der Restwärme nach dem Brotbacken - gedarrt und anschließend grob vermahlen wird. Die Zutaten variieren: während manche den Talggen aus nur einer Getreidesorte (Weizen oder Roggen) herstellen, mischen andere mehrere Getreidesorten (z.B. Roggen, Dinkel oder Weizen und Hafer). Manche HerstellerInnen halten den Hafer für wesentlich.

Der Talggen dient vor allem als Frühstück oder Abendessen. Dazu wird er mit fast kochend heißem, leicht gesalzenem Wasser angerührt und mit Butter und/ oder Zucker bzw. Honig verfeinert (Talggensterz).
Der Talggen kommt heutigen Ernährungsbedürfnissen durchaus entgegen: aus ihm lässt sich schnell eine vollwertige Speise zubereiten, die durch den Herstellungsprozess bereits aufgeschlossen und somit gut verdaulich ist.

In welchem Umfang der Talggen heute noch für den Eigenbedarf hergestellt wird, ist bisher nicht bekannt. Einige wenige Bauern der Region vermarkten den Talggen in kleineren Mengen ab Hof oder auf lokalen Bauernmärkten.

 
Kontakt:
Johanna Sommeregger
St. Peter 19, A-9800 Spittal
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