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Name Emmer
Wissenschaftlicher Name Triticum dicoccum
Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Getreide und Mühlenprodukte
Land Austria
Region (3 möglich) Niederösterreich
Produktbeschreibung Emmer (Triticum dicoccum) zählt zu den ersten und ältesten domestizierten Getreidearten. Die Art ist vermutlich im Nahen Osten, im sogenannten fruchtbaren Halbmond, entstanden. Emmer ist keine Getreidesorte sondern eine eigene Getreideart, so wie auch Hartweizen, Weichweizen, Dinkel und Einkorn eigene Arten aus der Weizenverwandtschaft sind.

Die Anfänge der Landwirtschaft im heutigen Österreich (Weinviertel, Waldviertel) liegen rund 7.700 Jahre zurück. Emmer, Einkorn, Linse und Erbse waren damals die Hauptnahrungspflanzen. In wenigen Regionen Europas und des Nahen Ostens hat sich der Anbau von Emmer seit Jahrtausenden erhalten. Nicht so in Österreich, wo Emmer über Jahrzehnte fast komplett aus dem Anbau verschwand. Jedoch, in den 1990er Jahren reaktivierten einige Bauern das Getreide und starteten einen eigenständigen Anbau auf Basis historischer österreichischer Emmerherkünfte.

Emmer zählt wie Einkorn und Dinkel zu den Spelzweizen, das bedeutet, beim Drusch fallen die Körner nicht aus, sondern sie sind noch von den Spelzen fest umschlossen. Körner samt Spelz werden Vesen genannt, diese lassen sich erst durch einen mechanischen Arbeitsschritt, dem Entspelzen, voneinander trennen.

Die Anfänge der Landwirtschaft im heutigen Österreich (Weinviertel, Waldviertel) liegen rund 7.700 Jahre zurück. Emmer, Einkorn, Linse und Erbse waren damals die Hauptnahrungspflanzen. In wenigen Regionen Europas und des Nahen Ostens hat sich der Anbau von Emmer seit Jahrtausenden erhalten. Eine ist die Gebirgslandschaft Garfagnana in der Toskana, wo farro (italienisch für Emmer) angebaut und unter der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) Farro della Garfagnana als Getreidereis vermarktet wird.

Vielerorts ist die Getreideart von den ertragsstärkeren Verwandten Weichweizen, Hartweizen und Dinkel verdrängt worden.    
Emmer ist ausgesprochen anspruchslos und gedeiht auch auf trockenen Böden. Er bestockt sich stark, aus einem Samenkorn wachsen bis zu 20 Halme! Emmer ist im Vergleich zu Weichweizen reich an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen. Diese Eigenschaften machen einen Anbau auch heute wieder interessant. In Ost-Österreich wird heute wieder Emmer angebaut, auch in anderen Gebieten erlebt Emmer (meist in Kombination mit Einkorn) eine kleine Renaissance.

Die wirtschaftliche Bedeutung von Emmer ist gering, das zeigt sich auch daran, dass es in Europa lediglich rund 15 registrierte Emmersorten gibt, im Vergleich dazu aber mehrere hundert Weizensorten.
Emmer fällt nicht unter das Österreichische Saatgut-Verkehrsgesetz, daher darf Saatgut von Emmer auch ohne Sortenzulassung gehandelt werden.
Zubereitung/Verwendung in der Küche Emmer ist mit dem Hartweizen (Triticum durum) eng verwandt und eignet sich wie dieser gut für die Herstellung von Teigwaren (Pasta). Emmer war das Hauptgetreide im alten Ägypten, wo daraus unter anderem das vermutlich älteste Bier gebraut wurde! Heute wird geschliffener und polierter Emmer teilweise auch als Emmerreis verkauft um die verwendung in der Küche als Reisersatz deutlich zu machen z.B. in Risotto.