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Name Roter Steirischer Hausmais
Wissenschaftlicher Name Zea mais
Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Gemüse
Land Österreich
Region (3 möglich) Steiermark

 

Produktbeschreibung

Bis in die 50er Jahre war die Maissorte "Alter Roter Hausmais" ("Hauswoaz) eine populäre Zutat für schmackhafte Sterzgerichte. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wurden in den 1960er Jahren viele alte Maissorten von Hybridsorten verdrängt. In der Steiermark entstanden Maismonokulturen für die Tiermast und Mais wurde zu Schweinefutter degradiert.

Der Rote Steirische Hausmais ist ein ausschließlich rotschaliger Mais mit gelbem Mehlkörper. Zur Erhaltung der Sortenreinheit des Roten Steirischen Hausmaises muss ein Mindestabstand von 500 bis 700 Metern eingehalten werden. Das macht die Saatgutvermehrung ziemlich kompliziert und es dauerte lange bis sich ein geeigneter Biobetrieb der Sache annahm.

2005 unternahm Karl Geiregger erstmals den Versuch die alte Sorte anzubauen, was sich aufgrund der Lage seiner Äcker als schwierig erwies. Einen Teil des gewonnen Saatgut aus dem Biobetrieb Geiregger übergab Slow Food Styria 2009 an die Landwirtschaftliche Fachschule Alt-Grottenhof in Graz-Wetzelsdorf, wo die Saatgutvermehrung als Schulprojekt fortgeführt wird.

 

Zubereitung/Verwendung in der Küche

Diese alte samenfeste Sorte wird wieder von Familie Geiregger aus Waisenegg bei Birkfeld vermehrt und in Form von Polenta-Gries vermarktet. Das Arche Noah Sortenarchiv stellte das Ausgangssaatgut für die Vermehrung zur Verfügung. Die Qualität der aus dem Mais gewonnen Polenta ist hervorragend. Seine Erhaltung ist besonders wichtig, weil in Österreich und Europa fast alle samenfesten lokalen Maissorten durch Hybridsorten ersetzt wurden.