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Name Ennstaler Bergschecke
Wissenschaftlicher Name Bos taurus
Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Tierrassen
Land Österreich
Region (3 möglich) Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich

 

 

Produktbeschreibung

Die Ennstaler Bergschecke ist ein genügsames, widerstandsfähiges Zweinutzungsrind mit langer Nutzungsdauer und zierlichem Körperbau. Charakteristisch für ihr Erscheinungsbild ist eine fuchsrote Färbung mit milchweißen Abzeichnungen. Über Jahrhunderte blieb das Erscheinungsbild der Bergschecke nahezu unverändert. Die vier häufigsten Zeichnungsvarianten der weißen Partien werden nach "Helmete", "Kampete", "Kransete" und "Gnacklete" unterschieden. Die unterschiedlichen Bezeichnungen werden in den verschiedenen Regionen oft auch als Synonyme für die Rasse an sich verwendet. So verwendet man beispielsweise in Oberösterreich oft die Bezeichnung „Kampete“ und in Niederösterreich „Helmete“ für Bergschecken (unabhängig von ihrer Zeichnung). Die Ergänzung "Ennstaler" wurde erst üblich, als das Ennstal als einziges größeres Zuchtgebiet übrig blieb.

Die Ursprünge der Bergschecke werden im einfarbigen roten Bayernvieh vermutet. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen scheint die Rasse auf keltische Rinder bis in die Zeit der Antike zurückzugehen. Sie ist deshalb als autochthone Rasse des zentralösterreichischen Raumes anzusehen.

Im 19. Jahrhundert fand man die Ennstaler Bergschecke in großen Bereichen der Obersteiermark, Oberösterreichs und im Westen Niederösterreichs. Heute beträgt der Herdebuchstand nur mehr etwa 400 Tiere, aufgeteilt auf ca. 30 Bergscheckenherden in der Steiermark, in Oberösterreich und in Niederösterreich. Gehalten werden die Tiere in kleinen bis mittleren Betrieben im Berggebiet mit 5 bis 20 Kühen. Die Ennstaler Bergschecke wird im ÖPUL 2015 als hochgefährdete Rasse geführt. Herbeigeführt wurde der Niedergang der Rasse vor allem durch die Konkurrenz größerer und kräftigerer Rassen, wie auch durch negative Zuchtauslese der Ochsen.
Zubereitung/Verwendung in der Küche Im 18. Und 19. Jahrhundert war die Bergschecke noch ein Marktschlager. Verantwortlich dafür sind insbesondere die hervorragende Fleischqualität und der hohe Ausschlachtungsgrad der Rasse. Das Muskelfleisch der Rinder besitzt eine feine Marmorierung, das Fleisch ist saftig und besitzt einen besonderen Geschmack durch die Ernährung mit würzigen Berggräsern.

Außerdem besitzt die besonders fettreiche Milch der Ennstaler Bergschecke Inhaltsstoffe, die sich begünstigend für die Produktion von Käse und Frischkäse auswirken.