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Historisch belegte Region der Produktion: Waldviertel


KURZ: Das Waldviertler Blondvieh ist eine alte, sehr langsam wachsende, heimische Rinderrasse mit hervorragender Fleischqualität und intensiv-würzigem Geschmack. Bis in die 1960er Jahre war es in Niederösterreich weitverbreitet, wurde dann aber zusehends vom schnell wachsenden Fleckvieh verdrängt.


Das Waldviertler Blondvieh entwickelte sich aus der Vermischung des altillyrisch-keltischem Rindes und dem ungarischen Steppenrind. Um 1900 setzte sich die einheitliche Bezeichnung Waldviertler Blondvieh für die Rasse durch. Die Tiere vertragen widriges Wetter, kommen mit kargen Böden gut zurecht und werden selten krank. Auch die Abkalbung verläuft so gut wie immer ohne fremde Hilfe.

Bis in die 1960er Jahre war das Waldviertler Blondvieh in Niederösterreich auf allen Weiden zu finden. Als Quantität und schnelles Wachstum in der Rinderzucht immer wichtiger wurden, setzte sich das Fleckvieh zusehends durch. 1982 war das Blondvieh fast ausgestorben: nur noch 23 Kühe und drei Stiere standen in den heimischen Ställen (1954 waren es noch über 170.000!). Erst ein intensives Zuchtprogramm sicherte der Rasse das Überleben. Heute werden der hervorragende Geschmack und die Qualität des Fleisches sowie die Bekömmlichkeit der Milch wieder geschätzt und das Waldviertler Blondvieh feiert als zweithäufigste Rasse in der Region ein Comeback.


Geschmackliche Besonderheit
Das Waldviertler Blondvieh wächst langsam, dadurch ist aber das Fleisch dunkel, stark marmoriert, saftig und besonders zart. Auch ungewürzt hat es einen ausgeprägten Geschmack und zeichnet sich beim Kochvorgang durch kürzere Garzeiten aus.
Schon zur Zeit Kaiser Franz-Josefs war es eine beliebte Spezialität in den Kreisen der höheren Gesellschaft.
Heute findet das Fleisch traditionelle Verwendung in Gerichten wie Tafelspitz mit Semmelkren (besonders für Hochzeitsessen), Zwiebelrostbraten, Kesselgulasch oder Kalbsschnitzel (vom Milchkalb aus der Mutterkuhhaltung mit einem Kipfler- Erdäpfelsalat).

Das Presidio wurde 2016 mit dem Ziel gegründet, die ausschließlich biologisch oder bio-dynamisch wirtschaftenden Züchter in ihrem Vorhaben zu unterstützen, das Waldviertler Blondvieh wieder einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.


Kontakt:
Gabriel Fegerl & Leo Fegerl
Reinpolz 16, A-3962 Heinrichs bei Weitra
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://lebendigevielfalt.at/
 

Produzenten

Meierhof Familie Appeltauer-Haumer
Peigarten 3, 3843 Dobersberg

Rainer Deutsch
3800 Merkenbrechts 9

Fritz Salomon, Gut Oberstockstall
Ringstraße 1, 3470 Kirchberg/Wagram