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Tirol

  • Brodakas

     

    Name Brodakas
    Wissenschaftlicher Name caseum
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Käse
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Tirol

     

    Produktbeschreibung

    Dieser Sauermilchkäse wird ausschließlich aus roher Mager-Heumilch hergestellt.

    Er reift in warmen, feuchtem Klima heran. Nach einer Reifezeit von drei bis fünf Tagen ist er bereit zum Verzehr. Während dieser kurzen Reifezeit entwickelt sich sein säuerlich-pikanter Geschmack, der den Brodakas so einzigartig macht.

    Hergestellt wird er beispielsweise in der Sennerei Westendorf, wo auch die sehr beliebten Brodakaskrapfen hergestellt werden. Der Brodakas ist ein gereifter und mit Gewürzen verfeinerter Bröseltopfen. Nach dem Abtropfen der Molke wird dieser Bröseltopfen aufgerieben und gewürzt. Sein Produktionsgebiet ist auf das Bundesland Tirol eingeschränkt und obwohl der Brodakas zum Kulturerbe Österreichs gehört, wird er nur mehr in wenigen Käsereien hergestellt.

    Zubereitung/Verwendung in der Küche Er eignet sich besonders als Basis für spezielle Tiroler Gerichte. Durch seine vielfältige Verwendbarkeit in der heimischen Küche (z. B. Brodakrapfen, Pressknödl, Kasknödl) ist er allseits sehr beliebt.

     

  • Falchs Gulderling

     

    Name Falchs Gulderling
    Wissenschaftlicher Name Malus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Tirol

     

    Produktbeschreibung

    Die Sorte wurde während des ersten Weltkrieges als Findling auf Gut
    Tratzberg bei Schwaz in Tirol von Fachlehrer Anton Falch aufgefunden
    und zuerst als ‚Tratzberger Findling’ verbreitet. Im Jahr 1929 erhielt
    sie zu Ehren der verdienten Pomologenfamilie Falch ihren heutigen
    Namen.

    Die Sorte ist in Tirol stärker verbreitet, in den übrigen Bun-
    desländern findet sie sich zerstreut, da Falchs Gulderling immer noch
    in Baumschulsortimenten vorhanden ist. Außerhalb Österreichs dürfte die Sorte kaum bekannt sein.

    Die Schale dieser Sorte ist glatt, glänzend, dick und fest. Beim Genuss ist sie aber nicht störend, fettig. Die Grundfarbe der Frucht ist gelblichgrün und grünlich bis weißlichgelb wenn sie genussreif ist. Sie besitzt kleine Schalenpunkte und ihr der Geruch dieser Sorte ist deutlich merkbar. Das Fruchtfleisch des Apfels ist mittelsaftig, fest und dicht. Ihre Pflückreife erreicht die Sorte Mitte Oktober, genussreif und haltbar ist sie von November bis Mai. Im Allgemeinen ist diese Apfelsorte robust, schorf und mehltaufest.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Verwendet wir die Sorte als Tafelapfel und Wirtschaftsapfel. Das liegt vor allem am angenehm mild süßsäuerlichen Geschmack des grünlichweißen Fruchtfleischs.

     

  • Pfauengerste

     

    Name Pfauengerste
    Wissenschaftlicher Name Hordeum vulgare f. Distichon
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Getreide und Mühlenprodukte
    Land Austria
    Region (3 möglich) Oberösterreich, Tirol
    Produktbeschreibung Pfauengerste (Hordeum vulgare subsp. distichon) beschreibt eine besondere Varietät der zweizeiligen Sommergerste. Deren hervorstechende Merkmale sind die dichte Ähre, die sich zur Spitze hin verschmälert, und die gespreizten Grannen, die wie ein Pfauenfächer anmuten.
    Der historische Anbau der Pfauengerste ist für Österreich, Deutschland, Schweiz, Südtirol, Mähren und Skandinavien belegt. Kulturpflanzenforscher fanden bis in die 1950er Jahre Typen der Pfauengerste im alpinen Raum. Sie sammelten diese Sorten und übergaben Muster an Genbanken. In diesen Sammlungen lagern bis heute Saatgut von Tiroler Pfauengerste, Schwarzer Pfauengerste, Finnischer Pfauengerste und Alpiner Pfauengerste. Es fehlen Belege über einen heutigen kommerziellen Anbau von Pfauengeste. Die Pfauengerste wurde primär als Futtergetreide angebaut, ob dieser Gerstentyp auch als Braugerste Verwendung fand, ist nicht bekannt.

    Die Salzburger Brauerei Stiegl baut am Gut Wildshut die Alpine Pfauengeste an. Die Sorte war zunächst an der Genbank Braunschweig und kam später an das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung nach Gatersleben, von dort gingen wenige Körner 200X nach Gut Wildshut.

    Gerste wie auch Pfauengerste fällt unter das Österreichische Saatgut-Verkehrsgesetz. Die Weitergabe oder der Verkauf von Saatgut ist nur dann rechtens, wenn es sich um eine registrierte Gerstensorte handelt. Die Alpine Pfauengerste ist nicht registriert und daher als Saatgut nicht handelsfähig. Es ist zu prüfen, ob die Alpine Pfauengerste als Erhaltungssorte zur Anmeldung gebracht werden kann.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Die Alpine Pfauengerste wird am Gut Wildshut von der Salzburger brauerei Stiegl vermälzt, geröstet und zu Bier gebraut.

     

  • Tiroler Alpkäse

     

    Name Tiroler Alpkäse
    Wissenschaftlicher Name durum caseum
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Käse
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Tirol

     

     

    Produktbeschreibung

    Die erste urkundliche Erwähnung von Tiroler Alpkäse findet sich im Jahr 1544. Er wird in der historischen Region der Ostalpen produziert, an der Grenze zu Deutschland, Italien und der Schweiz, in Tirol. Im Tiroler Oberland, im Westen von Innsbruck, kennt man den Käse als Alpkäse während er in den Niederungen als Almkäse bekannt ist.

    Der Tiroler Alpkäse ist ein Hartkäse, der aus roher Kuhmilch hergestellt wird. Weil die Kühe ansonsten auf den Almen weiden, kann er Tiroler Alpkäse nur in der Sommerperiode erzeugt werden. Am Abend wir die Milch in einen hölzernen Topf gegeben und über Nacht beiseite gestellt. Am Morgen wird frische Milch hinzugefügt und das ganze Gemisch wird in einem Küfer Bottich gelegt. Dann wird das natürliche Lab zugesetzt, um die Gerinnung zu induzieren. Der Käsebruch wird mit Hilfe einer Käseharfe in erbsengroße Körner geschnitten und dann auf 45°C bis 50°C erhitzt. Später wird der Bruch geformt und gepresst. Das erhaltene Gemisch wird für ein bis zwei Tage in einem Salzbad getränkt. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, wird der Käse für einen Zeitraum von vier einhalb bis sechs Monaten zur Reifung gelagert. Während dieser Zeit wird der Käse mit einer Salzlösung bestrichen.



    Zubereitung/Verwendung in der Küche Der leichte Tiroler Alpkäse Käse zeichnet sich durch seinen würzigen und aromatischen Geschmack aus. Er wird in Laibform produziert, wobei ein Laib zwischen 30 und 60 kg wiegt.

     

  • Tiroler Spitzlederer

     

    Name Tiroler Spitzlederer
    Wissenschaftlicher Name Malus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Tirol
    Produktbeschreibung
    Die Herkunft der Sorte liegt vermutlich in Tirol und Südtirol, da sie hier bis heute noch am stärksten verbreitet ist. In Niederösterreich dürfte der Spitzlederer selten sein, es ist lediglich ein Standort in der Buckligen Welt bekannt.

    Zum ersten Mal beschrieben wurde die Sorte bereits vor 1900, nach neuesten Genomuntersuchungen ist der Tiroler Spitzlederer eine Mutante des Spitzlederers.

    Die Schale der Sorte ist fein rau und dünn. Ihre Farbe ist grüngelblich bis gelb, diese ist aber kaum sichtbar, da der Tiroler Spitzlederer zur Gänze mit hellockerfarbenem feinem Rost überzogen ist. Das Fruchtfleisch des Tiroler Spitzlederers ist grünlichweiß bis weiß, feinzellig, mäßig saftig. Im Biss ist die Sorte anfangs knackig fest, später wird das Fruchtfleisch etwas mürber. Ein süßsäuerlicher Geschmack mit angenehm renettenartigem Aroma zeichnet den Tiroler Spitzlederer aus. Pflückreif ist die Sorte Ende Oktober, Genussreife erhält sie im November und haltbar ist der Tiroler Spitzlederer bis etwa Mai.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Der Tiroler Spitzlederer ist eine hervorragende Tafelsorte für Liebhaber von Lederäpfeln. Aber auch für die Herstellung von Most und Säften sowie für Kompott und zum Dörren eignet sich die Sorte gut.