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Obst

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    Name Donabirne
    Wissenschaftlicher Name Pyrus
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst, Destillate
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Pielachtal (Mostviertel,Niederösterreich)
    Produktbeschreibung Die Donabirne ist eine regionaltypische, alte Birnensorte, welche früher in Österreich, vor allem im gesamten Mostviertel, weit verbreitet war, heute aber nur mehr in den Streuobstwiesen des Pielachtals zu finden ist.

    Der Name der Birnensorte stammt vermutlich vom umgangssprachlichen Wort für Donau. Donabirnenbäume kennzeichnen sich durch mächtige Stämme und hohen, wuchtigen Kronen. Sie erreichen ein hohes Lebensalter von oftmals bis zu 100 Jahren.

    Die glatte, glänzende Schale der mittelgroßen bis 9 cm langen Donabirne ist zitronengelb mit sonnseitig geröteter Stelle. Etwa Mitte bis Ende September ist die Donabirne reif und muss dann schnell geerntet werden, da sie rasch weich wird und nur kurz haltbar ist. Die Frucht ist feinzellig, sehr saftig und süß und leicht gewürzt.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Im Pielachtal wird die Donabirne heute wieder vermehrt nachgepflanzt und bevorzugt in Brennereien verwendet, wo sie zu einem bekömmlichen Schnaps veredelt wird. Der Donabirnenbrand hat eine kraftvolle, elegante Birnnote und im Abgang zarten Williamscharakter. Die Donabirne eignet sich aber auch hervorragend zum Dörren und gilt als ideale Kletzenbirne.

     

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    Name Dörrobst aus Mostviertel
    Wissenschaftlicher Name arida fructum
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) getrocknetes Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Pielachtal (Niederösterreich)
    Produktbeschreibung In den Streuobstwiesen des Pielachtals und im Mostviertel findet man viele regionaltypische Obstsorten, wie zum Beispiel die Donabirne, die Rote Holzbirne, die Hirschbirne, die wilde Holzbirne, die Hanglbirne, die Speckbirne, den Maschanzker, den Königsapfel oder die Hauszwetschke.

    Viele, der dort bestehenden Obstbäume sind sehr alt und die alten Obstsorten sind vom Aussterben bedroht. Krankheiten und Überalterung verringern zunehmend den Bestand und gefährden die Erhaltung der Früchte. Die Dörrobstprodukte aus dem Pielachtal sind vereinzelt noch auf dem Markt erhältlich, Produkte aus traditionellen Dörrhäusern sind aber immer seltener zu finden.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Die traditionelle Verarbeitungsweise - das Dörren im Dörrhaus - ist aufgrund strenger EU-Auflagen nur mehr begrenzt und in kleinstem Raum möglich.

    Von den alten Dörrhäusern gibt es im Pielachtal nur noch 2 (Familie Enne für Kapeller und Familie Griesauer). Die geschlossenen, alten Dörrhäuser werden immer mehr zu Lagerräumen umfunktioniert, denn das Dörren erfolgt heute fast ausschließlich industriell.
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    Name Falchs Gulderling
    Wissenschaftlicher Name Malus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Tirol

     

    Produktbeschreibung

    Die Sorte wurde während des ersten Weltkrieges als Findling auf Gut
    Tratzberg bei Schwaz in Tirol von Fachlehrer Anton Falch aufgefunden
    und zuerst als ‚Tratzberger Findling’ verbreitet. Im Jahr 1929 erhielt
    sie zu Ehren der verdienten Pomologenfamilie Falch ihren heutigen
    Namen.

    Die Sorte ist in Tirol stärker verbreitet, in den übrigen Bun-
    desländern findet sie sich zerstreut, da Falchs Gulderling immer noch
    in Baumschulsortimenten vorhanden ist. Außerhalb Österreichs dürfte die Sorte kaum bekannt sein.

    Die Schale dieser Sorte ist glatt, glänzend, dick und fest. Beim Genuss ist sie aber nicht störend, fettig. Die Grundfarbe der Frucht ist gelblichgrün und grünlich bis weißlichgelb wenn sie genussreif ist. Sie besitzt kleine Schalenpunkte und ihr der Geruch dieser Sorte ist deutlich merkbar. Das Fruchtfleisch des Apfels ist mittelsaftig, fest und dicht. Ihre Pflückreife erreicht die Sorte Mitte Oktober, genussreif und haltbar ist sie von November bis Mai. Im Allgemeinen ist diese Apfelsorte robust, schorf und mehltaufest.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Verwendet wir die Sorte als Tafelapfel und Wirtschaftsapfel. Das liegt vor allem am angenehm mild süßsäuerlichen Geschmack des grünlichweißen Fruchtfleischs.

     

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    Name Hauszwetschge, Bauernpflaume
    Wissenschaftlicher Name Prunus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Mostviertel (Niederösterreich)
    Produktbeschreibung Die Hauszwetschge oder Bauernpflaume ist eine sehr alte, spätreife Zwetschgensorte und die am häufigsten vertretene Zwetschgensorte in Österreich und Osteuropa. Unzählige Bäume der Zwetschgensorte standen früher auf den Rainen, Wegböschungen und vor allem in den Obstgärten rund um die Bauernhäuser des Pielachtals im Mostviertel.

    Die Hauszwetschge ist vermutlich im 12. Jahrhundert durch Einwanderer aus Ungarn nach Österreich gekommen und ist so zu einer der wichtigsten Steinobstfrüchte geworden. Mit dem Verschwinden der Dörrhäuser, verschwanden langsam auch die Bäume dieser alten, traditionellen Sorte.

    Die Früchte sind klein, die Farbe der Schale ist blaurot bis blauschwarz und das Fruchtfleisch ist gelbgrün bis orange. Die Frucht weist ein ausgeglichenes Verhältnis von Süße und Säure auf und besitzt ein ausgeprägtes Zwetschgenaroma. Die Früchte reifen Mitte bis Ende September. In den letzten Jahrzehnten konnte ein Rückgang der bäuerlichen Produktion beobachtet werden, daher bleibt ein großer Teil der beliebten Zwetschgensorte unbenutzt.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Die Hauszwetschge ist sehr vielseitig einsetzbar, sie kann sowohl zum Verzehr, als auch zum Kochen, Backen, Dörren und Schnapsen verwendet werden. Bei jedem Bauernhaus stand in einem Abstand von 100 Metern ein Dörrhaus in dem die Hauszwetschgen zu Dörrzwetschgen getrocknet wurden. Ein Großteil dieser Dörrzwetschgen wurde früher zudem zu einem sehr beliebten Zwetschgenschnaps gebrannt. Der bekömmliche Zwetschgenschnaps wurde entweder im Stamperl getrunken oder als wertvolle Zugabe zum "Bauerntee" verwendet.

    Für den Eigengebrauch wurde in den Bauernhäusern Zwetschgenmarmelade ("Powidl") hergestellt.

     

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    Name Holzapfelessig
    Wissenschaftlicher Name  
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Essig
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Steiermark, Kärnten

     

    Produktbeschreibung

    Der Holzapfel, Rohware für den gleichnamigen Essig, ist keine definierte Apfelsorte im eigentlichen Sinn. Der Holzapfelbaum, so wie er in mehreren Obstgärten im Weststeirischen Hügelland und der Koralpe gefunden wurde, wird aus Samen gezogen und ist somit ein Sämling des Kulturapfels. Die Besitzer eines solchen Baumes nennen ihn „Holzapfel“ und unterscheiden diesen von anderen Apfelbäumen, deren Früchte als Tafel- und Wirtschaftsobst verwendetet werden.
    Die in Obstgärten kultivierten Holzapfelbäume weisen einen typischen „Wildobstcharakter“ auf: sie sind kleinfrüchtig, gerbstoffhältig und säurebetont. Holzäpfel eignen sich nicht für den Frischverzehr. Die Gerbstoffe, die den adstringierenden („pelzigen“) Geschmack verursachen, bleiben auch nach längerer Lagerung erhalten. Die Holzäpfel sind nicht ident mit dem europäischen Wildapfel.

     

    Zubereitung/Verwendung in der Küche

    Der Essig wird traditionell im offenen Gärvefahren hjergestellt. Von Ernte bis zum fertigen Produkt vergehen drei Jahre. Ein Fass steht im Keller und wird jedes Jahr zur Apfelernte mit frisch gepresstem ungefilterten Holzapfelsaft aufgefüllt. Das heisst auf den breits bestehenden Essig wird frischer Apfelsaft gefüllt. Manchmal kann es passieren, dass der Essig "fädig" wird, sich also ungewünschte Bakterien ausbreiten. In dem Fall wird die Essigmutter herausgenommen, gewaschen und mit frischem Apfelsaft wieder angesetzt. Die über Jahrzehnte aktive Essigmutter tut dann ihre Arbeit und macht Mostessig draus. Essig wird nach Gebrauch entnommen. Der Essig ist nicht pasteurisiert, daher kommt es in der Flasche zu Schlierenbildung, verursacht durch das Wachstum der Essigmutter. Der Essig wird zum Würzen und für Salate verwendet und finden Anendung in der Volksmedizin.

     

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    Name Rote Holzbirne
    Wissenschaftlicher Name Pyrus pyraster
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst, Destillate, Most und fermentierte Getränke
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Pielachtal (Mostviertel, Niederösterreich)
    Produktbeschreibung Die Rote Holzbirne ist eine typische Mostbirnsorte aus Niederösterreich und war vor allem im Alpenvorland des östlichen Mostviertels sehr verbreitet. Heute findet man die Birnensorte fast nur mehr in den Streuobstwiesen des Pielachtals im Mostviertel.

    Der Bestand der Roten Holzbirne ist stark gefährdet, da es sich bei den heute noch vorhandenen Bäumen fast ausschließlich um alte Bäume handelt. Diese stellen nur sehr niedrige Ansprüche an Boden und Klima und zählen außerdem zu den reichtragendsten Birnbaumsorten überhaupt.

    Die Frucht ist Ende September reif und wandelt ihre Farbe während der Reifung von zitronengelb nach dunkelrot. Die eher runde Birnensorte ist zwischen 2,5 cm und 4,5 cm groß, ausgesprochen saftig und schmeckt herb-süß. Das dezent duftende Aroma erinnert an den Geschmack von Kletzen.

    Nachdem der Wert dieser selten gewordenen Birnensorte jahrelang unterschätzt wurde, gewinnt sie heute wieder an Bedeutung.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Die Rote Holzbirne eignet sich hervorragend für die Herstellung von Edelbrand und richtig behandelt kann von ihr auch ein milder, bekömmlicher Most gewonnen werden.

     

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    Name Schmidberger Renette
    Wissenschaftlicher Name Malus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Niederösterreich, Oberösterreich

     

    Produktbeschreibung

    Bei der Schmidberger Renette handelt es sich um eine alte, bis zumindest etwa 1750 zurückverfolgbare, im niederösterreichischen Mostviertel und oberösterreichischen Innviertel nachzuweisende Apfelsorte. Der in Braunau ansässige Apotheker und Pomologe Liegt fand diese Sorte in seiner Umgebung und widmete sie seinem pomologischen Freund, dem Chorherrn Schmidberger.

    Aufgrund von Probevergleichen aus Niederösterreich kennt man heute zwei verschiedene Arten dieser Sorte - eine runde Form und eine hochgebaute Form.

    Die Schale der Schmidberger Renette ist glatt, matt glänzend und ziemlich fest bis derb. Die Farbe der Schale ist verwaschen rot bis dunkelrot. Das grünlichweiße bis gelblichweiße Fruchtfleisch ist saftig, mittelfeinzellig und mittelhart. Geschmacklich ist die Sorte säuerlich süß mit schwacher Würze. Pflückreife erreicht die Schmidberger Renette Mitte bis Ende Oktober, genussreif ist sie November bis März. In der Lagerung ist die Sorte unkompliziert und hält sich sehr gut in Obstkellern. Das Fruchtfleisch bleibt auch bei längerer Lagerung ziemlich fest.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Während die Sorte als Tafelapfel nur zweitklassig ist, eignet sie sich (auch wegen ihrer langen Haltbarkeit) hervorragend als Wirtschaftsapfel. Nach längerem Abliegen kann aus ihr auch gut haltbarer Obstwein hergestellt werden.

     

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    Name Siebenkant
    Wissenschaftlicher Name Malus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Niederösterreich

     

    Produktbeschreibung

    Obwohl die Herkunft dieser Apfelsorte nicht gänzlich geklärt ist, vermutet man ihren Ursprung in Niederösterreich, da sie hier - vor allem im Mostviertel - stark verbreitet ist. Mittlerweile gilt die Sorte als niederösterreichische Rarität.

    Die Schale des Siebekants ist glatt, stark glänzend und leicht, aber nicht störend, fettig. Farblich lässt sich die Schale als leuchtend orangerot oder rosa angehaucht ohne Rost beschreiben. Das Fruchtfleisch selbst ist gelblichweiß, feinzellig und fest knackig im Biss.

    Der Geschmack ist ausgeglichen süßsäuerlich mit erfrischender Säure und einem edlen Aroma. Ihre Pflückreife erreicht die Sorte Mitte Oktober, genießen kann man sie von Dezember bis Mai.

    Der Siebenkant stellt nur wenige Ansprüche an Klima und Boden, die Sorte gedeiht auch auf trockenen und nährstoffarmen Böden sehr gut.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Mit seinem süß-säuerlichen edlen Geschmack und der festen Beschaffenheit eignet sich diese Sorte hervorragend als Tafel- und Wirtschaftsapfel.

     

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    Name Steirische Schafnase
    Wissenschaftlicher Name Malus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Steiermark

     

     

    Produktbeschreibung

    Die Apfelsorte soll aus der Steiermark nach Nikita an der Krim und von dort wieder nach Deutschland gekommen sein. Liegel, der diesen Apfel zuerst "Ochsennase" nannte, hat ihn von Justizrat Burchard in Landsberg an der Wild erhalten. Die Steirische Schafnase soll außerdem der Lieblingsapfel des Erzherzog Johann gewesen sein. Häufig zu finden ist die Sorte nur in der Steiermark, wo sie höchstwahrscheinlich auch entstanden ist.

    Die Steirische Schafnase ist mittelgroß bis groß, ihre Form ist schmal kegelförmig und kelchseitig häufig etwas eingeschnürt. Bei hohem Ertrag fallen die Früchte wesentlich kleiner aus. Die Schale der Apfelsorte ist feinrau, schwach fettig und eher zäh. Die Grundfarbe zur Zeit der Pflückreife ist grüngelb und verändert sich nach der Lagerung zu hellgelb. Die Deckfarbe ist rot verwaschen, dazwischen rot und dunkelrot gestreift.

    Das Fruchtfleisch der Steirischen Schafnase ist weiß bis grünlich weiß und wird im Lager rasch weich. Die Apfelsorte schmeckt süßsäuerlich, aromatisch und ist nur mäßig saftig. Im Naturlager ist der Apfel bis Dezember haltbar, im Kühllager bleiben die Früchte bis Jänner genussfähig.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Der Apfel wird aufgrund des Namens, des auffälligen Erscheinungsbilds und des eigentümlichen Geschmacks hauptsächlich am Bauernmarkt und im Ab-Hof Verkauf angeboten. Zur Sortenreinen Saftherstellung ist die Steirische Schafnase nur bedingt geeignet, sie eignet sich allerdings gut im Gemenge mit anderen Sorten. In der Steiermark wird die Schafnase von renommierten Brennern zu Destillaten verarbeitet.

     

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    Name Steirischer Maschanzker, Grazer Maschanzker, Eisapfel
    Wissenschaftlicher Name Malum domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Steiermark, Kärnten
    Produktbeschreibung Der Steirische Marschanzker ist wahrscheinlich in der Steiermark entstanden und war außerhalb der Steiermark und Kärnten wohl noch nicht weit verbreitet. Bis ca. 1960 war die Apfelsorte eine steirische Handels- und Exportfrucht ersten Ranges und ist auch heute noch namentlich sehr bekannt.

    In Niederösterreich findet man nur noch verzeinzelt Bäume dieser Sorte von der es drei Formen gibt: Eine hochgebaute Form, eine flachgebaute und eine kleinfrüchtige. Die Größe der Frucht beträgt zwischen 5cm - 5,5 cm in der Höhe und 5,5 cm - 6,8 cm in der Breite.

    Die Schale ist glatt, mattglänzend bis glänzend und färbt sich im Prozess der Reifung von grüngelb zu strohgelb bis hellgoldgelb. Der Geschmack des Steirischen Maschanzkers ist angenehm würzig, weinig und etwas süß. Pflückreif ist die Sorte ab Ende Oktober, genussreif Ende Dezember bis Juni. Die Bäume benötigen für ein gutes Wachstum einen relativ fruchtbaren Boden und sind nicht geeignet für schwere Tonböden.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Obwohl die Frucht frisch köstlich ist, können die Maschansker Äpfel genauso gut zum Kochen und Backen verwendet werden. Wegen ihrer intensiven und unverwechselbaren Aromen, sind sie außerdem hervorragend für feine Destillate und Säfte geeignet.

     

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    Name Subirer, Subira
    Wissenschaftlicher Name Pyrus communis
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Destillate
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Vorarlberg
    Produktbeschreibung Subirer ist ein traditionell hergestellter, sortenreiner Birnenbrand der Lokalsorte Saubirne (Pyrus communis). Die Birnensorte aus dem Bodenseeraum wurde erstmals 1854 erwähnt, der Subirer Birnenbrand wird seit ca. 120 Jahren in Vorarlberg hergestellt und hat damit eine lange Tradition.

    Das Brennen der Frucht stellte früher eine Überschussverwertung dar. Die Subirabirne (Saubirne) wurde nicht sortenrein gebrannt, sondern zur Verfeinerung dem "Obstler" beigemengt.

    Die ältesten Originalbäume dürften Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge der Belebung des Obstbaues auch in Vorarlberg gepflanzt worden sein, wo die Sorte auch unter dem Namen "Haberbirne" verbreitet war. Die meisten dieser alten Bäume sind über die letzten Jahrzehnte abgestorben.

    Die Saubirne ist eine kleine bis mittelgroße Frucht, regelmäßig geformt und besitzt eine raue Oberfläche sowie zahlreiche auffallende Schalenpunkte. Im reifen Zustand wird die Frucht gelb, auf der Sonnenseite bekommt sie eine typische orange, verwaschene Färbung.

    Nach dem zweiten Weltkrieg wurde dann mit der reinsortigen Destillation des Subirers begonnen. Der Geschmack des Destillats (mind. 40 und max. 45 % vol. Alkoholgehalt) zeichnet sich durch ein zartherbes und leicht zitroniges Aroma aus. Die Maische des Subirer ist eher trocken und der Ertrag liegt bei ca. 7 Litern pro Hektoliter. "Subirer" ist für das geographische Gebiet Vorarlberg geschützt im Codex Alimentarius Austriacus.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche In früheren Zeiten stand bei der Verwertung der Subirabrine eher das Frischobst, das Dörren oder der Most im Vordergrund. Das reinsortige Brennen der Sorte begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg in der Brennerei Armin Schertler in Wolfurt. Durch Schertlers Überzeugungsarbeit können heute Spitzenpreise für diesen reinsortigen Edelbrand erzielt werden.

     

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    Name Tiroler Spitzlederer
    Wissenschaftlicher Name Malus domestica
    Nahrungsmittelkategorie (3 möglich) Obst
    Land Österreich
    Region (3 möglich) Tirol
    Produktbeschreibung
    Die Herkunft der Sorte liegt vermutlich in Tirol und Südtirol, da sie hier bis heute noch am stärksten verbreitet ist. In Niederösterreich dürfte der Spitzlederer selten sein, es ist lediglich ein Standort in der Buckligen Welt bekannt.

    Zum ersten Mal beschrieben wurde die Sorte bereits vor 1900, nach neuesten Genomuntersuchungen ist der Tiroler Spitzlederer eine Mutante des Spitzlederers.

    Die Schale der Sorte ist fein rau und dünn. Ihre Farbe ist grüngelblich bis gelb, diese ist aber kaum sichtbar, da der Tiroler Spitzlederer zur Gänze mit hellockerfarbenem feinem Rost überzogen ist. Das Fruchtfleisch des Tiroler Spitzlederers ist grünlichweiß bis weiß, feinzellig, mäßig saftig. Im Biss ist die Sorte anfangs knackig fest, später wird das Fruchtfleisch etwas mürber. Ein süßsäuerlicher Geschmack mit angenehm renettenartigem Aroma zeichnet den Tiroler Spitzlederer aus. Pflückreif ist die Sorte Ende Oktober, Genussreife erhält sie im November und haltbar ist der Tiroler Spitzlederer bis etwa Mai.
    Zubereitung/Verwendung in der Küche Der Tiroler Spitzlederer ist eine hervorragende Tafelsorte für Liebhaber von Lederäpfeln. Aber auch für die Herstellung von Most und Säften sowie für Kompott und zum Dörren eignet sich die Sorte gut.